Rafael Bugajewski

Wer ich bin und was ich tue?

Ich bin Rafael, der Chief Sucker bei Juicy Cocktail (no pun intended). Wir klöppeln feine Software für iPhone OS und Mac OS X und haben eine Menge Spaß dabei. Ich habe einen mehr oder weniger klassischen Werdegang mit ziemlich unklassischen Abwegen. Angefangen hat es bei mir in der Kindheit und profesionell wurde es zu Zeiten des Booms Ende der 90er Jahre mit Flash-Seiten und selbstgefertigten CMS für mittelständische bis große Unternehmen. Seitdem habe ich so ziemlich jedes Betriebssystem, welches mehr als 0,1% Marktanteil hat, eingesetzt, und bin 2002 beim Mac gelandet. 2004 fing die Programmierei mit Objective C an, 2008 wurde ich schließlich selbstständig. Seitdem sitze ich hauptsächlich am Quellcode unserer Programme und arbeite für coole Projekte anderer.

Wenn ich nicht gerade den nächsten regulären Ausdruck oder eine Low-Level-API für meine Zwecke missbrauche, provoziere ich andere gerne mit meiner Meinung auf dem privaten Blog Macs in Media.

Welche Hardware ich nutze?

Seit Sommer 2009 nutze ich einen Mac Pro mit zwei 30” Apple Cinema HD Displays. Alle Laufwerksschächte sind verbaut, wobei ich zwei 1 TB Festplatten im RAID-Verbund als Hauptlaufwerk benutze, eine 1,5 TB Festplatte für Time Machine Backups dient und die in der Standardkonfiguration verbaute 640 GB Festplatte älterer Mac OS X Versionen in einer virtuellen Umgebung zum Testen diverser eigenhändig angefertigter Codezeilen beheimatet. Bis auf iPhones & iPods sind alle Geräte per Ethernet-Kabel (1 GBit) mit Hilfe von zwei Apple Extreme Base Stations verbunden und teilen sich eine relativ stabile 32 MBit Leitung nach außen. Bis Ende 2009 habe ich ab und zu noch ein Unibody MacBook Pro benutzt, wobei mir die ständige Synchronisiererei dermaßen auf die Nerven ging, dass eine Lösung mit nur einem Mac der einzige Ausweg war. Mein derzeitiges Telefon ist ein iPhone 3G mit 16 GB von denen ungefähr 200 MB frei sind. Obwohl das Gerät so klein ist, nutze ich es vergleichsweise oft. Für alles außer telefonieren.

Für die Eingabe benutze ich ausschließlich ein Wacom Intuos Tablett, da das Halten eines Stifts natürlicher ist und bei einem vollständigen Arbeitstag (der meistens länger ist als 9to5) die Hand und das Gelenk nicht so sehr belastet.

Welche Software?

Gefühlt zu viel. Die meisten Stunden am Tag verbringe ich in Xcode, Interface Builder und Safari. Xcode hat zwar einige Schwächen, ist aber zum Programmieren in Objective C das beste Tool und nach einigen Jahren Benutzung und Entwicklung, sowohl relativ zahm, als auch an die eigenen Bedürfnisse angepasst. Safari wird für Recherchen und zum Lesen der zahlreichen Apple’schen Dokumentationen benutzt und ist immer in zwei Fenstern mit unzähligen Tabs offen. Bis auf den gelegentlich sehr hohen Speicherverbrauch hat mich der Browser noch nie enttäuscht und ist eindeutig die beste und schnellste Alternative auf dem Mac – vorausgesetzt man verwendet 1Password und Glims. Quellcode verwalte ich in Git auf dem Terminal, welches ich mit Visor ein- und wieder ausblende. Mail.app ist ein weiterer wichtiger Bestandteil meiner Arbeit, da darüber 80% jeglicher Kommunikation stattfindet und auch der gesamte Support mit Hilfe des Programms abgewickelt wird. Ich benutze intensiv alle Mail-Plugins von Indev (Mail Act-On, MailTags und MiniMail), wobei ich auch an der Übersetzung und Entwicklung beteiligt bin. Ich wüsste nicht wie ich ohne die Plugins den täglichen Mail-Overload bewältigen könnte. Spam wird mit SpamSieve in Grenzen gehalten. Für alles andere Geschriebene – außer Objective C – benutze ich TextMate. Angefangen bei Blog-Beiträgen und aufgehört bei XML-Vorlagen (z.B. für unseren Steuervogel) – alle Buchstaben fließen durch diesen Editor. Für meine Aufgaben versuche ich seit dem ersten Prerelease OmniFocus zu benutzen, wobei ich schon wieder zig Aufgaben habe, die vor mehr als drei Monaten fällig waren. Es ist zwar die beste Möglichkeit für Listenersteller auf dem Mac, so ganz glücklich bin ich damit aber nicht. Vielleicht bin ich einfach kein Listenmensch. Termine werden in BusyCal verwaltet, welches um Längen besser ist als iCal und auch eine nahtlose Integration in Google Calendar ermöglicht. Ich versuche so viel wie möglich als Textdateien zu speichern, da man diese immer und überall einsetzen und auch einfach wiederverarbeiten kann. Als Interface dient Notational Velocity, welches mit Simplenote synchronisiert. Wenn ich längere Texte schreibe, landen diese dank QuickCursor wieder in TextMate. Meine tägliche Dosis Nachrichten bekomme ich direkt vom Google Reader oder (in letzter Zeit seltener) in NetNewsWire. Tweetie und Adium (erst vor Kurzem von iChat + Chax gewechselt) werden benutzt, wenn mein Kopf wieder einmal zu stark am Glühen ist und ich eine Pause benötige.

Mit LaunchBar versuche ich alle Programme und auch andere Sachen, wie Berechnungen, Suchen oder Musik in den Griff zu bekommen. Die wichtigsten Utilities kommen zum Schluss: Hazel, Default Folder X, Keyboard Maestro und mySnippets. Ich wüsste nicht, wie ich ohne diese nützlichen Helfer den Alltag vor der Kiste bewältigen könnte.

Mein Traum-Setup?

Ich bin sehr zufrieden mit meinem Setup und hoffe, dass es für viele weitere Jahre halten wird. Da Hardware-Upgrades um Längen schwieriger sind als Software-Upgrades, würde ich diesem Prozedere gerne aus dem Weg gehen. Einzig und allein mehr Speicher (24 oder 32 GB) und ein SSD-Laufwerk (320-500 GB) anstatt dem RAID-Verbund, könnte ich mir in den nächsten Jahren als Upgrade vorstellen.

Irgendwann möchte ich alles überall haben, ohne mich um eine Kleinigkeit kümmern zu müssen. Doch das wird noch einige Jahrzente dauern.

Rafael Bugajewski im Web – Homepage | Twitter

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